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Fassungsarten

Ein Diamant kann unterschiedlich gefasst werden. Je nach Modell und Design ist die Fassart bereits vorbestimmt. Lernen Sie die unterschiedlichen Fassarten kennen und werfen Sie einen Blick auf unser Sortiment.

Beispielhafte Skizze einer Zargenfassung

Die Zargenfassung

Der Diamant liegt auf einer Zarge (Kerbe) und wird von Edelmetall umrahmt. Unten ist die Fassung offen, wodurch mehr Licht einfällt.

Modern und elegant

Die Zargenfassung (engl.: bezel setting) ist eine alte, sehr arbeitsaufwändige Goldschmiede-Technik. Ein Edelmetallstreifen umschließt den Diamanten an seinen Seiten und bildet einen Rahmen für den Stein. An der inneren Fassungswand befindet sich ein weiterer Edelmetallstreifen (Zarge), der als Auflage für den Diamanten dient. Die Zargenfassung eignet sich besonders gut für rund geschliffene (Brillanten) oder ovale Diamanten.

Die Vorteile der Zargenfassung

  • Der Diamant ist durch die Umrandung des Edelmetalls vor Beschädigungen geschützt.
  • Die Zargenfassung ist unten offen, wodurch ein höherer Lichteinfall erfolgt als bei der Kastenfassung. Dadurch entfaltet der Diamant eine höhere Strahlkraft und mehr Feuer.
  • Durch den Rand aus Edelmetall erscheint der Diamant größer als er eigentlich ist.
  • Unebenheiten in der Rundiste des Diamanten können durch den Metallstreifen um den Diamanten verborgen werden.
  • Besonders geeignet für aktive und sportliche Personen, da der Diamant geschützt ist und die Fassung das Hängenbleiben bei starker Aktivität der Hände an Kleidungsstücken o.a. verhindert.

Die Nachteile der Zargenfassung

Geringerer Lichteinfall als bei der Krappenfassung. Doch die geteilte Zargenfassung lässt zusätzlich Licht von den offenen Seiten in den Diamanten einfallen. Damit werden die Brillanz sowie das Feuer des Steines wieder optimiert.

Geteilte Zargenfassung

Bei der geteilten Zargenfassung ist der Edelmetallstreifen, der den Diamanten umfasst, nicht fortlaufend um den Diamanten geführt, sondern an zwei Stellen unterbrochen. Dadurch ist mehr vom Stein zu sehen. Der Diamant erhält durch die untere und die zwei seitlichen Öffnungen einen erhöhten Lichteinfall. Dies ist ein deutlicher Vorteil der geteilten Zargenfassung, denn der erhöhte Lichteinfall führt wiederum dazu, dass der Diamant mehr Glanz und Feuer hat. Außerdem sieht man auch mehr vom Diamanten. Der Nachteil der geteilten  Zargenfassung ist, dass der Diamant nicht so gut vor Beschädigungen geschützt ist, wie in der vollständigen Zargenfassung.

Beispielhafte Skizze einer geteilten Zargenfassung
Beispielhafte Skizze einer Krappenfassung mit einem Brillanten

Die Krappenfassung

Die Krappen sind in gleichmäßigen Abständen angeordnet. Ihre Enden werden an den Stein gebogen, um den Diamanten zu fixieren. 

Der Klassiker unter den Fassungen

Die Krappenfassung (engl.: prong setting) erhält ihren Namen aufgrund der sogenannten Krappen. Die Krappen sind kleine Edelmetallstreifen, die in gleichmäßigen Abständen um den Diamanten herum angeordnet sind und ein „Körbchen“ bilden, in welchem der Edelstein liegt. Die Krappenfassung ist weltweit die am häufigsten verwendete Fassung. Insbesondere beim Solitär Ring ist sie besonders beliebt. Durch die Flexibilität der Krappen eignet sich die Fassung für alle Schliffformen von Diamanten.

In der Regel wird ein Diamant von 2 bis 6 Krappen gehalten. Je mehr Krappen eine Fassung hat, desto sicherer sitzt auch der Diamant. Die Krappenenden werden an den Diamanten gebogen, sodass dieser sicher in der Fassung fixiert ist. Die Krappen können sehr filigran oder auch breit bzw. fast wuchtig sein, sie können rund, oval oder spitz abschließen. All dies hängt vom Design des Schmuckstückes sowie vom Stil des jeweiligen Goldschmiedes ab.

Entwicklung der Krappenfassung

Ihren Ursprung findet die Krappenfassung im Mittelalter. Dabei sollten die Krappen die Klauen von Greifadlern darstellen. Aus diesem Grund wird die Krappenfassung auch „Krallenfassung“ genannt. Den großen Durchbruch hatte die Krappenfassung mit dem Tiffany Setting aus dem Jahre 1886, der eine Fassung mit 6 Krappen vorsieht. Seitdem erfreut sich die Krappenfassung immer mehr an Beliebtheit, besonders für Verlobungsringe.

Die Vorteile der Krappenfassung

  • Durch den maximalen Lichteinfall kann der Diamant seine volle Strahlkraft entfalten.
  • Die volle Größe des Diamanten ist sichtbar.
  • Einfaches Säubern des Ringes und des Diamanten möglich, da er wenig verdeckt wird.
  • Krappen in Weißgold oder Platin sind bei Aufsicht auf den Diamanten nur kaum sichtbar. Der Diamant wirkt damit noch allein stehender.

Die Nachteile der Krappenfassung

  • Der Diamant ist exponiert und könnte dadurch einfacher beschädigt werden. Das Risiko ist bei einem Diamanten allerdings zu vernachlässigen, denn Diamanten sind bekanntermaßen das härteste Material der Welt. Lediglich die Rundiste ist anfällig – insbesondere, wenn sie sehr dünn ist.
  • Insbesondere bei sportlichen Aktivitäten können die Krappen leicht aufgrund des Hängenbleibens an unterschiedlichen Materialien verbogen werden. So ist es möglich, dass der Diamanten nicht mehr fest in der Fassung sitzt.

V-Krappenfassung

Wie schon am Namen erkennbar, laufen die Krappen hier spitz wie bei einem V zusammen. Die V-Krappenfassung wird oftmals bei Diamanten mit eckigen Kanten verwendet, wie bspw. Tropfendiamanten, Diamanten im Princessschliff oder Marquiseschliff. Hierbei greifen die Krappen den Diamanten an der Ecke und schützen sowohl den Diamanten vor Beschädigungen als auch die Kleidung vor scharfen Kanten.

Beispielhafte Skizze einer V-Krappenfassung
Beispielhafte Skizze einer Chaton Fassung

Chaton-Fassung

Eine Kombination aus Zargen- und Krappenfassung. Der Diamant wird von Edelmetall umschlossen und von Krappen gehalten.

Traumhaft zeitlos

Das Wort „Chaton“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „Fassung“. Die Chaton-Fassung wird aufgrund der Assoziierung mit einer Adelskrone auch Coronet (dt.: Krone) oder Arkadenfassung genannt. Sie ist eine Kombination aus der Krappenfassung und der Zargenfassung, wobei der Diamant von einem zarten Edelmetallstreifen umgeben ist und zusätzlich von Krappen  (meist 3, 4, 6 oder 8) gehalten wird. Häufig wird diese elegante Fassung für Solitärschmuck verwendet.

Entwicklung der Chaton-Fassung

Früher war die Chaton-Fassung eine der wichtigsten Fassungen für Diamanten. Der Stein war und ist auch heute noch sicher in der Fassung eingebettet. Die Chaton-Fassung entwickelte sich ebenso wie die Zargenfassung aus der Kastenfassung. Auch heute kann noch von einem Kasten gesprochen werden, in den der Diamant eingesetzt wird. Dieser wird dann von einem Edelmetalstreifen umrahmt – genauso wie bei der Zargenfassung. Schließlich wurden Krappen an den Metallstreifen gelötet, die den Stein zusätzlich fixieren. Durch den verbesserten Halt ist es möglich, den Diamanten höher zu setzen. Dadurch ist im Vergleich zur klassischen Zargenfassung bei der Chaton-Fassung mehr vom Diamanten sichtbar. Häufig wird zwischenzeitlich auch der Metallstreifen so weit heruntergesetzt und reduziert, dass es einer reinen Krappenfassung schon sehr nahe kommt.

Die Vorteile der Chaton-Fassung

  • Durch die Kombination aus einem Metallring und den Krappen sitzt der Diamant absolut sicher. 
  • Nahezu uneingeschränkte Sichtbarkeit des Diamanten.
  • Der Lichteinfall bei der Chaton-Fassung ist höher als bei der Zargenfassung.
  • Der relativ hohe Lichteinfall führt zu mehr Feuer und einem stärkerem Lichtspiel des Diamanten.

Die Nachteile der Chaton-Fassung

  • Der Lichteinfall ist zwar höher als bei der klassischen Zargenfassung, allerdings auch niedriger als bei der reinen Krappenfassung. Dies gilt dann aber nur noch bedingt, wenn der Metallstreifen sehr tief sitzt und gering in der Stärke ist.
  • Die Krappenfassung am Stein kann leicht verbogen werden, doch durch den zusätzlichen Halt der Chatonfassung ist der Diamant deutlich besser fixiert, da sich die Krappen kaum verbiegen können.
Beispielhafte Skizze einer Kanalfassung

Kanalfassung

Die Diamanten werden ohne Zwischenräume direkt nebeneinander gesetzt und nur seitlich von zwei langen Edelmetallschienen gehalten.

Klassisch und edel zugleich

Die Kanalfassung (engl.: channel setting) wird charakterisiert durch zwei lange, seitlich verlaufende Schienen aus Edelmetall. Innerhalb beider Edelmetallschienen sind mehre Diamanten seitlich aneinander gereiht. Auf zwei Seiten eines Diamanten befinden sich folglich die Edelmetallbahnen, auf den zwei anderen Seiten berührt er jeweils einen weiteren Diamanten, sodass eine fortlaufende Reihe von Diamanten entsteht. Die Kanalfassung kann sowohl mit einem Hauptstein als auch ohne gestaltet werden. So werden insbesondere Memoire Ringe gerne mit einer Kanal-Fassung gefertigt. Meistens werden für die Kanalfassung Diamanten im Brillantschliff verwendet, aber auch der Princessschliff oder der Smaragd- und der Baguetteschliff sind beliebt. Brillanten zu fassen ist bei der Kanalfassung etwas einfacher und somit auch etwas günstiger als andere Formen. Jedoch ist der Preis von Fancy Shaped Diamanten meist günstiger als bei Brillanten. Die Preisunterschiede gleichen sich damit häufig aus. 

Die Vorteile der Kanalfassung

  • Sicherer Halt.
  • Da die Diamanten direkt aneinandergereiht sind (ohne Unterbrechung), entsteht der Eindruck durchgängiger Brillanz.
  • Die Fassung schützt die Diamanten, da keine Ecken und Kanten frei liegen.
  • Die Oberfläche ist ganz glatt und dadurch ist sichergestellt, dass auch aktivere Personen nicht hängen bleiben können.
  • Ist vom Erscheinungsbild sehr ruhig und lässt sich einfach mit weiteren Ringen kombinieren.

Die Nachteile der Kanalfassung

  • Bei rundherum gefassten Ringen ist eine Ringgrößenanpassung nachträglich nicht möglich.
  • Durch die seitliche Einfassung kommt etwas weniger Licht in den Stein, der dadurch ein klein wenig Brillanz verlieren kann.
Beispielhafte Skizze einer Balkenfassung

Balkenfassung

Eine Variante der Kanalfassung. Bei der Balkenfassung trennen kleine Edelmetallstreifen die Diamanten voneinander.

Ein Spiel aus Diamanten und Edelmetall

Die Balkenfassung (engl.: bar setting), welche eine Variante der Kanalfassung darstellt, charakterisiert sich durch das Abwechseln der Elemente von Diamant und Edelmetall. Auf einen Diamanten folgt ein Edelmetallstreifen, dem wiederum ein weiterer Diamant nachfolgt. Die Seiten der Edelsteine bleiben in der Regel offen. Besonders beliebt ist die zeitgenössische Balkenfassung bei Memoire Ringen. Die Balkenfassung eignet sich am besten für Diamanten im Brillantschliff, Ovalschliff, Princessschliff, Baguetteschliff und Smaragdschliff.

DieVorteile der Balkenfassung

  • Die Diamanten werden durch diese Fassung gut geschützt und sind nur wenig exponiert.
  • Der Diamant strahlt durch den Lichteinfall an den offenen Seiten.
  • Die Oberfläche des Schmuckstückes ist relativ glatt, wodurch ein Hängenbleiben unwahrscheinlich ist.

Die Nachteile der Balkenfassung

  • Oberseite und Unterseite der Diamanten liegen offen.
  • Raue Ecken, die bei manchen Designs auftreten, könnten den Tragekomfort einschränken.
Beispielhafte Skizze einer eingeriebenen Fassung

Eingeriebene Fassung

Der Diamant wird bei der eingeriebenen Fassung direkt in das Material des Schmuckstücks gesetzt.

Absoluter Tragekomfort

Die eingeriebene Fassung (engl.: engraved bezel setting), welche auch „Juwelenfassung“ genannt wird, bezeichnet die Technik des Einlassens von Edelsteinen in die Schmuckstückfassung. Es wird dabei keine separate Fassung für den Stein angefertigt. Die Diamanten werden in Einbuchtungen auf dem Schmuckstück eingelassen, das Metall um die Diamanten wird fest über die Rundiste gerieben. Die Krone des Steins ragt dabei leicht aus dem Edelmetall hervor, sodass diese trotz hohem Rand Licht einfangen können. 
Beispielsweise wird bei Bandringen, welche gern als Eheringe eingesetzt werden, oftmals auf die eingeriebene Fassung zurückgegriffen.

Die Vorteile der eingeriebenen Fassung

  • Glatte Oberfläche des Schmuckstückes.
  • Für kleine Diamanten am geeignetsten.
  • Sicherer Halt der Diamanten.
  • Geringe Anfälligkeit für Beschädigungen.
  • Hoher Tragekomfort.

Die Nachteile der eingeriebenen Fassung

  • Diamanten können nur wenig Licht einfangen.
  • Es ist nur die Krone des Diamanten zu sehen.
Beispielhafte Skizze einer Pavee Fassung

Pavee Fassung

Winzige durch Krappen gehaltene Diamanten werden nah aneinander gesetzt. Jede Krappe hält mehrere Steine.

Für ein maximales Funkeln

Der Begriff Pavee kommt aus dem Französischen und bedeutet auf Deutsch „gepflastert“.  Bei einer Pavee-Fassung werden eine Vielzahl an meist kleinen Diamanten nah beieinander liegend gefasst, so dass kaum Edelmetall zwischen den Diamanten sichtbar ist. Die einzelnen kleinen Steine bei einer Pavee-Fassung erinnern an winzige Pflastersteine, daher auch der Name. 

Die Pavee-Fassung ist eine Sonderform der eingeriebenen Fassung. Hierbei werden die Diamanten in Nischen gesetzt und durch kleine Krappen, die wie Kügelchen aussehen, fixiert sowie voneinander getrennt. Diese Krappen werden vom Fasser aus dem Metall direkt herausgearbeitet. Auf diese Weise ist kaum Edelmetall zu sehen. In der Regel werden in der gleichen Form geschliffene Steine – am besten im Baguetteschliff, Smaradgschliff, Ovalschliff, Princessschliff oder Brillantschliff – in jeweils unterschiedlichen Größen verwendet, um möglichst die ganze Fläche nutzen zu können.

Die Vorteile der Pavee Fassung

  • Kaschierung von Ungleichmäßigkeiten.
  • Die vielen nebeneinander liegenden Steine sorgen für ein großes Funkeln, obwohl nur kleine Diamanten verwendet werden.
  • Der Preis für viele kleine Steine ist deutlich günstiger als für einen großen Diamanten.
  • Es kann auch bewusst eine Variation in der Farbqualität eingesetzt werden und somit noch mehr Farbenspiel erzeugt werden.

Die Nachteile der Pavee Fassung

  • Diamanten in einer Pavee-Fassung nutzen sich leicht ab.
  • Da die Fassung in der Herstellung sehr aufwendig ist, wird der Preis bei Schmuckstücken mit Pavee-Fassungen maßgeblich durch die handwerkliche Arbeit bestimmt und weniger durch den Materialwert.

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