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Unsere Manufaktur

1. Die Skizze

Der Beginn eines jeden Schmuckstückes ist die Inspiration eines Schmuckdesigners oder der definierte Wunsch eines Kunden. Der Designer skizziert dann im ersten Schritt das Schmuckstück und bildet damit die Grundlage für den Fertigungsprozess. Die Skizze erfolgt heute entweder noch ganz klassisch als Zeichnung auf dem Papier oder auch direkt als CAD 3D Konstruktion am Computer. In besonders aufwändigen Fällen können auch beide Schritte gewählt werden, so dass man erst über die Skizze die Grundstruktur festlegt und dann über die CAD 3D Konstruktion eine vollständige und drehbare Ansicht davon erhalten kann.

2. Herstellung eines Modelles

Der zweite Schritt im kreativen Prozess der Schmuckherstellung ist die Anfertigung eines detailgetreuen Modells (Urmodell). Dafür werden Materialien genutzt, welche Temperaturen bis zu ca. 200°C standhalten. Meist wird jedoch Feilwachs verwendet, denn obwohl das Material deutlich weicher ist als das Edelmetall des fertigen Schmuckstückes, ist es dennoch ausreichend formfest und eignet sich gut für die Bearbeitung. Das Wachs kann sowohl mit dem Fräser, der Feile als auch dem Stichel bearbeitet werden. Nach und nach wird aus dem Material das gewünschte Schmuckstück herausgearbeitet.

Je nach Fingerfertigkeit und Erfahrung lassen sich von ganz einfachen Modellen bis hin zu aufwändigen und filigranen Varianten alle möglichen Ideen verwirklichen. Bei Ringen wird der Innendurchmesser in diesem Schritt auf die richtige Ringgröße gefeilt.  Wurde das Modell im CAD 3D Programm konstruiert, so wird dieses in einem Plotter (ein Ausgabegerät, welches Vektorgrafiken auf verschiedenen Materialien erstellt) in Wachs erstellt. Hierbei gibt es verschiedene Verfahren, welche wiederum auf unterschiedlichen  Technologien basieren.  Das Modell kann zum Beispiel durch einen Roboter, welcher  das Wachsmodell durch feinste Wachströpfchen aufbaut oder auch mittels eines Laserstrahls, der hauchdünne Wachsebenen Schicht für Schicht erhärtet, entstehen. Dieses Wachsmodell kann dann für den Guss verwendet werden und ist allerdings nur einmalig zu gebrauchen. Wenn ein Schmuckstück jedoch mehr als nur einmal produziert werden soll, wird ein Zwischenschritt dem Produktionsprozess hinzugefügt und eine Silikon- oder Heißgummiform hergestellt. Diese kann mehrfach eingesetzt werden. Für die Herstellung als Gussmodell muss dann auch der Gusskanal noch manuell angebracht werden. In manchen Fällen auch mehrere Gusskanäle, um sicherzustellen, dass das Material auch überall gut hinkommt und keine Luftblasen bleiben.

3. Vulkanisieren einer Gummiform

(Herstellung einer Gummiform -negativ) Für eine regelmäßige Produktion eines Modells macht es also Sinn, die Gummi- oder Silikonform herzustellen. Die auf Schmuckrohlinge spezialisierten Manufakturen haben somit immer ein großes Lager an diesen Formen, da für ein Design entsprechend viele Modelle benötigt werden, um die Vielzahl an Ringgrößen und Fassungsgrößen auch abbilden zu können.
Die Gummiformen werden über folgende Schritte hergestellt. Das Modell des Ringes (entweder aus Wachs oder auch aus einem einfacheren Metall – häufig Silber) wird in einem Aluminiumrahmen zwischen Rohkautschukschnipseln oder in Platten eingebettet und mit Pressplatten bedeckt. In einer speziell dazu vorgesehenen Vulkanisierpresse erfolgt unter Druck und Hitze (bei 150-165°C, in etwa 45 Minuten)  die Verbindung der Gummistücke.
Nach der Abkühlung wird die Gummiform mit einem Skalpell aufgeschnitten oder aufgerissen. Mit dem Skalpell kann die Gummiform noch nachgearbeitet werden.  Es folgt das Anbringen eines Gusskanals. Mit Hilfe der dabei entstehenden Gummiform können entsprechende Wachsmodelle angefertigt werden.

4. Wachsspritzen

In die Gummiform wird Wachs mit einer Temperatur von  50-60 °C und einem Druck von ca. 0,4 bar eingespritzt. Der Einspritzdruck wird umso höher eingestellt, je komplizierter die Teile sind. Nach kurzer Zeit kann das Wachsmodell entnommen und an einen Wachsbaum gesetzt werden.

5. Aufsetzen zum Wachsbäumchen

Zum „Aufwachsen“ wird ein dicker Stab aus Modellwachs in die Bohrung eines besonders geformten Gummitellers gesteckt. An diesem setzt man die Wachsmodelle mit einer Art Lötkolben im Schmelzverfahren an, sodass ein Bäumchen- oder traubenförmiges Gebilde entsteht. Die Wachsmodelle können vor dem Anschmelzen noch zurechtgebogen und mit einem Schaber  versäubert werden. Beim Aufsetzen der Wachsmodelle, die gleiche oder auch recht verschiedene Formen und Größen haben können, muss mit genügend Abstand der Teile untereinander wie aber auch zu der über den gesamten Wachsbaum gestülpten Küvette gearbeitet werden.  Zur Fertigstellung der zum Guss benötigten Metallmenge wird der Wachsbaum gewogen und nach Abzug des Gummitellergewichts das Gussgewicht berechnet.

6. Einbetten

Über den Wachsbaum wird die Küvette, ein dünnes Metallrohr, gesteckt. Dabei muss beachtet werden, dass die Küvette das Wachs nicht berührt. Sie muss also groß genug sein. Die zuvor angerührte feuerfeste, gipsähnliche Einbettmasse (besteht aus Formsand, der durch den Gips gebunden wird) wird dann in die Küvette gegossen. Damit sich die Masse eng an alle Wachsmodelle des Wachsbaumes bis in die letzten Winkel und Ästchen möglichst ohne Luftblasen schmiegt, wird das Ganze auf einen elektrisch betriebenen Rütteltisch gestellt und gleichzeitig unter der zugehörigen Vakuumglocke die Luft abgesaugt. Die Einbettmasse fügt sich also in der Küvette vollständig um den Wachsbaum. Das Einbetten wird immer am Vortag des Gusses gemacht, da - vor allem zur Vermeidung von Luftbläschen - viel Zeit benötigt wird.

7. Wachsausschmelzen, ausbrennen

Hat man die Küvette danach ca. 1 bis 2 Stunden erschütterungsfrei gelagert und die Einbettmasse abgebunden (erstarren lassen), wird meist in einem speziellen Glühofen zunächst das Wachs ausgeschmolzen bevor die Einbettmasse im Ausbrennofen die notwendige Festigkeit erhält und der Rest des Wachses ausgebrannt wird. Die Temperatur zum Ausbrennen beträgt circa 730° Celsius. Der gesamte Ausbrennzyklus  dauert etwa 12 Stunden. Am nächsten Morgen wird daher zügig mit dem Guss begonnen.

8. Schmelzen und Gießen

Für das Gießen kühlt man die Küvette auf circa 600° C herunter und schmilzt Metall in einem Schmelztiegel bei 950 - 1050° C. Das geschmolzene Metall wird dann in die Küvette gegossen. Dort füllt es durch seine Schwerkraft die Hohlräume aus. Die Temperatur beim Gießen hängt vom Gießmetall und der Feinheit der Gussteile ab (je feiner, desto höher). Das Ganze geschieht im Gussofen. Dabei gibt es zwei mögliche Verfahren: Bei der Vakuumsanlage wird mittels Vakuum und Druck das flüssige Metall in die Küvette gepresst. Bei der Schleudergussanlage erledigt das die Zentrifugalkraft, indem die Küvette in einen rotierenden Gussarm eingespannt und geschleudert wird.

9. Ausbetten, Reinigen und Abschneiden

Nach dem Erstarren des Gussteils wird die Küvette sofort in kaltem Wasser abgelöscht. Dabei zerplatzt die Einbettmasse und der Gussbaum kann entnommen werden. Die Reinigung erfolgt zunächst mit einem Wasserstrahl unter hohem Druck, anschließend werden die Gussbäume in Flusssäure getaucht oder in Sandstrahlkabinen mit Strahlmittel und Wasser weiter gereinigt. Schließlich werden die einzelnen Gussteile von Hand oder maschinell abgeschnitten.

10. Feinschliff

Nach dem Gießen befinden sich an dem gegossenen Modell noch Ausstülpungen - die sogenannten Gusskanäle - durch die das Metall zuvor in die Form geflossen war. Diese werden nun mithilfe einer Feinsäge entfernt. Nun muss der noch vom Gusskanal verbliebene Grat (Der Rest des Gusskanalsansatzes am Schmuckstück) abgeschliffen und poliert werden.

11. Die Politur

Die mechanische Oberflächenbearbeitung nimmt bei der Schmuckherstellung einen breiten Raum ein. Begonnen wird im Schmirgelraum mit dem Entfernen der Gusshaut auf den Schmuckstücken (eine raue und recht poröse oberste Schicht auf dem Schmuckstück, die von der Einbettmasse geprägt ist). Je nach Material und Struktur des Modells wird mit unterschiedlichen und immer feiner werdenden Feilen/Schleifpapier die Oberfläche bearbeitet um einen besonders hohen Glanz am Ende mit der Politur zu erreichen.

12. Das Fassen der Edelsteine

Der Edelsteinfasser befestigt die Diamanten oder Edelsteine auf der Fassung. Es gibt unterschiedliche Arten von Fassungen wie z.B. die Krappenfassung, Kanalfassung, eingeriebene Fassung oder Körnerfassung. Teilweise wird die Fassung beziehungsweise die Steinauflage vorab noch mit einem feinen Fräser nachgearbeitet, sodass der Stein gleichmäßig aufliegt, bevor der Fassungsrand dann mit Hammer und Punze angetrieben wird. Mit vorsichtigen Schlägen wird hier das Metall an den Stein herangetrieben, damit dieser nachher fest in der Fassung sitzt. Hier ist es sehr wichtig, dass der Fasser ein gutes Augenmaß hat und gefühlvoll schlägt. Beim Schlagen auf die Rundiste des Diamanten könnte ansonsten auch eine Beschädigung an dieser sehr dünnen und empfindlichen Stelle auftreten. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Arten des Fassens.

Antreiben

Mit dieser Technik wird mittels gezielten Schlägen Material der Fassungen Richtung Steindrundiste bewegt. Dies geschieht durch Punzen, die eingesetzt werden, um die notwendige Schläge exakt an der richtigen Stelle und dosiert anzubringen. Bei folgenden Fassungsarten kommt diese Technik zum Einsatz: Schwere und leichtere Zargen, versenkte Fassungen - beispielsweise in schweren Bandringen - mitunter auch bei Krappenfassungen, wenn es sich um besonders dicke Krappen handelt.

Balken- und Kanalfassung

Die Balkenfassung ist eine Unterart der angetriebenen Fassungen und meist bei Trauringen zu finden. Hierbei werden die Löcher für die Steine seitlich ausgefeilt, sodass die Steine seitlich frei stehen. Zwischen Bohrloch und Bohrloch bleibt immer ein Balken des Materials stehen, welcher durch Antreiben zur Befestigung der Steine verwendet wird. Dies ist eine nicht zu empfehlende Fassart, da durch den seitlichen Freistand der Steinrundisten die Steine meist nach kurzer Zeit locker werden. Das gleiche Verfahren findet auch bei der Kanalfassung Anwendung. Hier sitzen dann mehrere Diamanten nebeneinander.

Chaton- und Krappenfassung

Meist eine offene Drahtfassung, bestehend aus Ösen und Krappen. Bei dieser Fassungsart sitzen die Steine meist freistehend über der obersten Öse, in Krappen, die der Fasser manuell einkerbt. Durch seitliches Verrutschen entlang der Steinrundiste werden die Krappen vom Fasser eingespannt und schließlich mit einem Hohlfräßer abgerundet. Von dieser - wohl dekorativsten - Fassungsart gibt es viele Varianten.

Eintreiben

diese Fassungsart wird beim Einsetzen von Steine in eine glatte Flächen verwendet. Sie ist auch bekannt als "verwischte Fassung". Die Steine werden dabei in genau passende Bohrlöcher eingesetzt. Mit einer Nadel wird das sehr enge Bohrloch, in welchem der Stein bis etwas über die Rundiste eingesetzt ist, an den Rändern, entlang der Rundiste, unter Druck gerieben. Dadurch verformt sich das Material und es entsteht sowohl ein Grat, der den Stein hält, als auch eine glänzende Facette rund um den Stein. Diese Fassungsart hat den Vorteil, dass Flächen nicht beschädigt werden müssen.

Millegriffes

Dies sind Verzierungen auf Fassungsrändern entlang der Fasskante. Früher fertigte man Millegriffes mit einem seitlich geschliffenen Spitzstichel an. Dabei wurde der Fassungsrand zu einem Korn aufgestochen, an welches man den Stichel anlegte, um das nächste Korn zu stechen und so fort. Das zeitaufwändige und mühsame Abrunden der Körner entfiel mit dem Aufkommen kleiner Prägeräder, mit welchen die gewünschte Struktur aufgerollt werden konnt.

Der Name suggeriert den optischen Eindruck: Millegriffes sieht aus, als würden tausend kleine Griffe den Stein halten. Eine Art der Verzierung, welche vor allem von den 1920er bis in die 1950er Jahre verwendet wurde. Dies findet man vorrangig bei Schmuckdesigns mit vielen Steinen, die von Goldverzierungen umgeben sind. Heute wird diese Art eher nur auf Sonderwunsch ausgeführt.

Paveefassung

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet, dass die Steine in einem Fassungsbereich - wie die Pflastersteine eines Straßenbelages - angeordnet sind. Diese Fassungsart erlebte in den letzten Jahren eine Renaissance, da sich die Techniken durch das Aufkommen der luft- oder motorgetriebenen Stichelhandstücke ganz wesentlich verfeinert haben. Auch der Arbeitsaufwand wurde durch die neueren Werkzeuge stark reduziert. In eine Fläche werden Stein an Stein, in entsprechendem Abstand, Löcher auf Lücke gebohrt die Steine darin eingelassen. Da bei rundem Steinen jeweils Material der Fläche übrig bleibt, benutzt man dieses, um die Steine fortzusetzen. An den engsten Stellen wird das Material weggestochen, der Rest dient als Korn (Krappe) zur Befestigung des Steines. Es kommen jeweils immer zwei Körner auf einen Stein, so dass es sich bei dieser Art um eine Zweipunktfassung handelt.Die freigestochenen Körner werden nach dem Anlegen an die Steine mit einem sogenannten Korneisen abgerundet. Gleiches kann man auch mit vier Körnern, also einer Vierpunktfassung, machen. Diese hat den Vorteil, dass der Stein besser gegen Stoßkräfte hält.

Eine andere Vorgehensweise benötigt weniger Stein: Die Steine werden beliebig auf der Fläche verteilt und an den gewünschten Stellen die passenden Löcher angebracht. Dann werden kreuz und quer Rillen gestochen, so dass nur noch Facetten auf der Fläche zu sehen sind. Nun werden die Steine in die Löcher gelegt und mit einem keilförmigen Sichel die übriggeblienen Rippen der Fläche zu Körnern gestochen. Hierbei kann jeder Stein mehr als zwei Körner erthalte, man sticht aus den Rippen so viele Körner wie sich ergeben. Anschließend werden die übriggebliebenen Rippen zu Körnern gestochen und mit einem Korneisen abgerundet. Dies ist die älteste Art der Paveefassungen.

Paveefassungen in einer Reihe nennt man Fadenfassungen, sie unterscheiden sich vom Flächenpavee dadurch, dass an allen Seiten eine Glanzschnittfacette angelegt wi

Verschnitt

Hiermit ist meist die Verarbeitung von Pavé gemeint. Der Begriff wird als Sammelbezeichnung für Pavéfassungen. Er kommt daher, weil man diese Fassungen mit Sticheln aus dem massiven Material herausschneidet.

Vorfassen (Presetting)

Damit ist das Einsetzen von Steinen in Fassungen gemeint, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht Bestandteil eines Schmuckstückes sind.

In der Industrie verbreitet bietet sich damit die Möglichkeit, mittels gleichgearteter Arbeitsanläufe auf Fachpersonal zu verzichten und die Steine maschinell einzusetzen. Die bereits mit Steinen ausgefassten Fassungen können bei entsprechender Konstruktion der Schmuckstücke leicht von ungelernten Kräften oder sogar maschinell eingesetzt werden. Ein Prinzip, welches gerne in der Massenfertigung verwendet wird.

Zargenfassung

Eine Zargenfassung ist eine aus einem Blechstreifen gefertigte Steinfassung mit einer treppenartigen mit einer Auflage für den zu fassenden Stein. Dieser wird dann durch Antreiben befestigt.

Karmoisierung

Eine Karmoisierung ist eine sehr selten gewordene Fassungsart. Sie ist sozusagen etwas zwischen einer Verschnittfassung und einem Chaton. Meist wurden um einen Mittelstein unterschiedliche Steine in eine sogenannte "A-Joure" eingelassen. Dies war ein um den Mittelstein laufender Blechstreifen (meist Platin), in den die Löcher für die Steine gebohrt wurden. Danach wurden die Steine genau nivelliert, bis deren Tafeloberflächen parallel standen oder winkelgenau verliefen. Danach wurde der äußere Rand des Blechstreifens entsprechend den Bohrlöchern abgenommen, sodass im Prinzip nur noch ein kräftiger Ösenkranz stehen blieb. Oft blieb der Rand aber auch bestehen, sodass eine Verschnittfassung angelegt werden konnte. Als nächstes fertigte man eine umlaufende Zarge, welche nach Art einer Bogenchatonfassung ausgefeilt wurde. Auf diese durchbrochene Zarge setzte man das Oberteil auf. Mitunter wurde dieses auch in die Fassung eingelassen, sodass sich eine Art Krappenfassung ergab. Die Möglichkeiten der Umsetzung sind schier unendlich.

Es handelte sich immer um einen Mittelstein mit umlaufenden, kleineren Steinen auf einem Ring. Meist waren diese Ringe von überaus hoher, handwerklicher Qualität, da es sich in allen Fällen um kostbare Ringe handelte, die entsprechend aufwändig ausgeführt wurden.

13. Feinpolitur

Abschließend wird der Schmuck an rotierenden Bürsten, Scheiben und Dornen mit speziellen Schleif- und Polierpasten auf Hochglanz poliert. Nach diesem Vorgang werden die bearbeiteten Schmuckstücke zum Reinigen und Entfetten in die Galvanik gebracht.

14. Der Prägestempel

Jedes Schmuckstück wird mit zwei Prägestempeln versehen: Dem Herkunftsstempel des Herstellers beziehungsweise Goldschmiedes und dem Prägestempel, der die Echtheit des Edelmetalls bestätigt.

15. Galvanik

Voraussetzung für die Herstellung von modernem, qualitativ hochwertigem Schmuck ist eine technisch gut eingerichtete galvanische Anlage und ein hochqualifzierter Galvaniker, der auch mit sehr giftigen Substanzen umzugehen weiß. Für jedes Schmuckstück ist die Galvanik die letzte Station, bevor es in den Verkauf gelangt. Hier wird der Schmuck gegebenenfalls noch einmal hochglanz poliert, um dann mit Ultraschall gereinigt und entfettet zu werden. Für Platin-. Gelb- und Rotgoldschmuck ist damit der Galvanikprozess abgeschlossen, anders als bei Weißgoldschmuck, der eine besondere Oberflächenveredelung erfährt. Beim Weißgoldschmuck wird in einem galvanischen Bad eine Rhodiniumschicht aufgetragen, die dem Schmuckstück ein noch strahlenderes Weiß verleiht.

16. Gravur

Es gibt verschiedene Verfahren, um einen Ring zu gravieren. Yorxs verwendet vorrangig die Diamantgravur in einer Schreibschrift. In einzelnen Fällen können wir auch auf Wunsch die Lasergravur einsetzen und die Schriftart noch leichter variieren. Welche Verfahren es außerdem gibt, lesen sie unten stehend.

Diamantgravur

Sie ist die am häufigsten verwendete Gravurart und kann auch kurzfristig umgesetzt werden. Bei dieser Technik wird der Ring in eine mechanische Graviermaschine eingespannt und der Gravurtext mittels eines Schreibsatzes nachgeschrieben. Über die Gelenke wird die Diamantspitze gesteuert und schreibt so den Text in den Ring. Eine feine Diamantspitze verdrängt bei diesem Verfahren das Metall des Ringes, dabei entsteht keine Späne. Weil der Diamant sehr spitz ist, sind die Linien immer sehr dünn. Dies kann ausgeglichen werden, indem man einen Schreibsatz mit Doppellinie nimmt.

Lasergravur

Ringe, die Sie bei Yorxs bestellen, werden unter anderem mittels Laser graviert. Für eine Lasergravur wird der Ring in eine Halterung eingespannt und der Rechner der Gravurmaschine mit den Text- und Symboldaten versehen. Wie ein kleiner Roboter wird dann der spezielle Laser geführt und graviert mit höchster Präzision den Text in die Ringschiene.

Handgravur

Die älteste Form aller Gravurmethoden ist die Handgravur. So wird seit Jahrtausenden in Ringe hineingeschrieben - in reiner Handarbeit. Der Graveur führt bei diesem Verfahren freihändig einen Stichel. So kann er das Gravurbild durch verschiedene Winkel und Tiefen beeinflussen. Eine ruhige Hand, viel Konzentration und Erfahrung sind dabei unerlässlich. Die Handgravur ermöglicht besonders viel Individualität. Heute gibt es nur noch wenige Handgraveure und die Preise sind inzwischen sehr hoch. Die Handgravur wird mittlerweile eher weniger für die Innenseiten von Ringen verwendet, sondern vor allem zum Gravieren von Wappen oder ähnlichem.

Intarsiengravur

Die Intarsiengravur ist die mit Abstand aufwändigste Gravur. Bei dieser Methode entsteht eine einzigartige Verbindung zweier Edelmetalle in Form einer Gravur. Sie ist eine Gravurart bei der es möglich ist, beliebige Inhalte nahtlos aus Gold in einen Ring einzufügen. Nach dem Schmieden des Ringes wird zunächt der gewünschte Inhalt aus dem Ring entfernt. Die Tiefe beträgt bis zu 1mm, damit genügend Raum vorhanden ist. Die entstanden Vertiefungen werden nun mit flüssigem Gold aufgefüllt. Dabei ist besonders zu beachten, dass keine Poren oder Risse entstehen. Im letzten Schritt wird die Gravur gesäubert und der Ring bekommt das sogenannte Finish, die Endpolitur. Dieses Verfahren wird am ehesten auf den Außenseiten von Eheringen eingesetzt. Es erfordert sehr viel Erfahrung.

17. Endkontrolle

Jedes Schmuckstück, das Sie bei Yorxs bestellen, wird natürlich am Ende einer Endkontrolle unterzogen. Die Endkontrolle ist letztlich eine genaue Betrachtung der Fassung (damit der Stein gut sitzt), der Oberfläche des Materials (dass diese ohne Kratzer und Politurstreifen ist) und natürlich auch noch einmal des Diamanten. Genauso werden die Stempel und evtl. die Gravur überprüft. Dieses geschieht mit bloßem Auge und mit der Lupe.  Abschließend wird der Schmuck noch mit einem Mikrofasertuch geputzt und dann in die Schmuckschatulle gelegt, in der Ihnen das Schmuckstück geliefert wird.

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